„Nicht-nur-vor-der-Wahl“-Infostand in Neckargröningen
Am 4. Juli war die FDP Remseck wieder mit ihrem Infostand und einem stadtteilbezogenen Flyer 260704 Infostandflyer Neckargröningen 1_2 Seite O in Neckargröningen präsent. Neben der Erweiterung des Gewerbegebietes Rainwiesen, um mehr Gewerbesteuereinnahmen zu bekommen und einer möglichen fernen Teilnahme Remsecks an der Bundesgartenschau 2043, von der auch Neckargröningen durch eine Neuordnung der Wegebeziehungen am Neckardamm profitieren könnte, ging es vor allem um die
Nachverdichtung am Karl-Rohm-Weg
Der Gemeinderat hat am 30. Juni einem städtebaulichen Konzept für eine Nachverdichtung am Karl-Rohm-Weg zugestimmt. Geplant ist eine aufgelockerte Blockbebauung um einen Wohnhof auf einer privaten Fläche, die zurzeit mit alten Bäumen bestanden ist. Das Ganze ist eine Abwägung: Eine Grünfläche mitten im Stadtteil ist einerseits attraktiv, andererseits ist sie nicht öffentlich und auch der Astbruch bei den Bäumen zeigt, dass die Bäume in die Jahre gekommen sind. Der Flächennutzungsplan weist das Gebiet zu zwei Dritteln als Wohngebiet, zu einem Drittel als Mischgebiet aus. Mit den Bauherren hat die Stadt unseres Erachtens einen guten Kompromiss ausgehandelt: Das Gelände wird nicht maximal für die Wohnbebauung „ausgemostet“, sondern die Planung orientiert sich in der Dichte an der Umgebung. Die Fachleute sprechen von der „passenden Körnung“. Die Autos verschwinden zu mehr als zwei Dritteln in einer Tiefgarage, die so angelegt ist, dass trotzdem auf dem Wohnhof tiefwurzelnde Bäume gepflanzt werden können, die mit der Zeit einen kleinen Ersatz für die jetzige Bepflanzung darstellen können. Um den Hof werden 14 Gebäude mit Satteldächern mit 35-42 Wohnungen entstehen. Wichtig war der FDP, dass die Baustelle von der Ludwigsburger Straße bedient werden kann und die Grundschule damit durch Baustellenverkehr nicht tangiert wird.
Damit die Freiflächen zwischen den Stadtteilen nicht immer weniger werden, hat sich Remseck für die Priorität der Innenverdichtung entschieden. Große Neubaugebiete wie zurzeit „Östlich der Marbacher Straße“ in Neckarrems sind heute eine absolute Ausnahme. Der Wohnungsbau ist dringend nötig, um dem Wohnungsmangel mit daraus folgenden hohen Mieten zu begegnen. Manche Nachverdichtungsprojekte der Vergangenheit haben wegen ihrer Dimensionierung aber den Protest der Nachbarschaft ausgelöst. Aus solchen Erfahrungen wurde Remseck klüger: Maß und Mitte der Körnung wird nun besser getroffen. Aber auch hier gilt: Nicht jeder wird begeistert sein über diese Abwägungsentscheidung. Neckargröningen ist aber weiterhin der Stadtteil mit den meisten Freiflächen zwischen den Wohnhäusern. Der Verband Region Stuttgart sperrt sich bei der Zustimmung zu Neubaugebieten am Siedlungsrand, wenn nicht nachgewiesen wird, dass man sich intensiv um die Schließung innerörtlicher Baulücken bemüht hat. Hierzu führt Remseck ein Baulückenkataster. 2019 gab es in den 5 alten Stadtteilen 44 Baulücken, davon 20 in Neckargröningen (7 in AL, 7 NR, 6 HB, 4 HD). 2013 erklärten aber 83 % der NG-Baulückenbesitzer, dass sie in absehbarer Zeit nicht beabsichtigen, ihre Grundstücke zu entwickeln. Der Verband Region Stuttgart geht aber pauschal davon aus, dass 20 % aller innerörtlichen Baulücken für den Wohnbau aktivierbar sind. Der Planungsbehörde muss man nachweisen, dass trotz intensiver Versuche diese Quote nicht erreicht werden kann. In Neckargröningen muss aufgrund der Einstellung der Mehrheit der Eigentümer niemand befürchten, dass sich der Charakter des Stadtteils von heute auf morgen völlig ändert.
Mit dabei v.l. Kai Buschmann, Erika Schellmann, Marianne Günther, Reiner Münster, Gustav Bohnert, Erich Wahlenmeier
Mit freidemokratischen Grüßen
Kai Buschmann www.fdp-remseck.de, E-Mail:
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für den FDP Stadtverband und Fraktion





