Beschluss zu Ortsteilbibliotheken ausgesetzt
Die Infoveranstaltung der Stadtverwaltung zum neuen Bibliothekskonzept letzte Woche lief aus dem Ruder. Es ist Gesprächs- und Nachdenkbedarf. Daher wurde die Beschlussfassung am Donnerstag im Verwaltungsausschuss abgesetzt und Armando G. Mora Estrada nahm für die FDP Fraktion Stellung: Insbesondere in Hochberg gibt es ein starkes Engagement für die Ortsteilbibliothek. Spricht man mit den Engagierten, dann wiederholt sich eine Argumentation: „In Hochberg wurde das Ev. Gemeindehaus als Treffpunkt geschlossen, die Alte Gemeindehalle steht nicht mehr zur Verfügung und jetzt fällt auch noch die Ortsteilbibliothek weg. Es gibt keine Treffpunkte für sozialen Austausch mehr.“ In diesem Stadtteil geht die Wahrnehmung also deutlich über das Problem der Bücherei hinaus. Die Treffpunktfrage überlagert die Diskussion über Doppelstrukturen bei den Bibliotheken (Zentrale Mediathek und Ortsteilbibliotheken). Uns ist es wichtig die Hintergründe zu schildern: Das Gemeindehaus fällt aufgrund eines kirchlichen Sparprogramms weg und wird durch Initiative der Stadt Hochberg im Rahmen der Ganztagsschule an der Grundschule wieder zur Verfügung gestellt. Dass die Alte Gemeindehalle nicht mehr für Veranstaltungen zur Verfügung steht, liegt nicht an der Stadt, sondern die Schlosseigentümer haben den Begehungsvertrag des privaten Schlosshofes nicht verlängert. Dadurch gibt es keinen Zugang mehr, der einer Veranstaltungshalle gerecht wird. Am Dienstag im AUT hat die FDP daher darauf verwiesen, dass es einen historischen Zugang zur Kelter von der Heilbronner Straße gab. Es müsste möglich sein, diesen im Einvernehmen mit dem Denkmalschutz wieder zu reaktivieren. Die Verwaltung hat dies gleich am nächsten Tag geprüft. Der ehemalige Eingang mündet heute in der Küche. Er kann nicht kurzfristig geöffnet werden. Wir fordern die Verwaltung auf, rasch ein Konzept für die Kelter vorzulegen. Wir wissen, dass Beth Shalom der Verwaltung signalisiert hat, dass die ehemalige Synagoge als neuer Treffpunkt in Hochberg genutzt werden könnte. Auch das Ev. Gemeindehaus könnte nach der Schulzeit für andere Gruppen zur Verfügung stehen. Insgesamt hat uns der konstruktive Ansatz des Protestes beeindruckt. Viele haben ihr ehrenamtliches Engagement angeboten. Wir sollten ausloten, was in den Stadtteilen möglich ist. Daher finden wir es richtig, dass jetzt nicht über die Vorlage abgestimmt wird. Es bleibt aber dabei, dass an der bisherigen Doppelstruktur mit zentraler Mediathek und Ortsteilbüchereien bei der Finanzlage Remsecks nicht einfach festgehalten werden kann. Unser Fazit für heute: Wir brauchen Orte des Austausches im nachbarschaftlichen Quartier. Wenn diese schließen, muss ein Ersatz gefunden werden.
Foto: Öffnet sich eine Tür in Hochberg? Der zugemauerte ehemalige Zugang zur Kelter / Alten Gemeindehalle in der Heilbronner Straße
Sperrung Hochdorf
Letzte Woche erschienen die Schilder in Hochdorf, dass die Sperrung für den ÖPNV ab dem 4.8. beginnt (ursprünglich 11.8.). Unsere Nachfrage erbrachte die Auskunft, dass es sich nicht um eine Verlängerung, sondern um ein Vorziehen des Zeitraums handelt. Ziel ist die ÖPNV-Freigabe ab 15.8. Wir hoffen, es bleibt dabei. Mit anderen im Rat haben wir uns stark für den Mobibuseinsatz in den Sperrtagen gemacht, damit die Hochdorfer nicht nur auf den Individualverkehr angewiesen sind.
Mit freidemokratischen Grüßen
Kai Buschmann www.fdp-remseck.de, E-Mail:
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für den FDP Stadtverband und Fraktion




